Seelische Gesundheit

Gesundheit bedeutet nicht nur körperliche Fitness, sondern auch, dass sich Körper und Seele im Einklang befinden. Wie Sie die Ballance halten können, mit seelischen Problemen umgehen und diese vermeiden, erfahren Sie in dieser Themenwelt.

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FAQ

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  • Was hat es mit "Boreout" auf sich?

    Was bedeutet der Begriff "Boreout" und was hat er mit dem Burnout zu tun?

    Der Begriff Boreout ("to be a bore" = langweilig sein) wurde von den Unternehmensberatern Peter Werder und Philippe Rothlin in ihrem Buch "Diagnose Boreout" geprägt und stellt den Gegensatz zum Burnout dar: Beim Boreout geht es nämlich nicht um Überforderung, sondern um Unterforderung und Langeweile im Job. Dieses sich langweilen im Job kann jedoch, ähnlich wie beim Burnout, ebenfalls zu einer psychischen Belastung und Erschöpfung führen, so die Autoren. Außerdem fühlten sich Menschen, die zu wenig zu tun hätten in ihrem Job, oft schlecht und seien gereizt.

    "Boreout"-gefährdet sind vor allem Menschen, die sich für ihren Beruf nicht wirklich interessieren und die keinen Sinn in ihrer Arbeit sehen. Dabei seien sie jedoch eigentlich nicht faul, so Werder und Rothlin, sondern würden faul gemacht, indem ihnen nur uninteressante und wenig fordernde Aufgaben übertragen werden. Boreout und Burnout treten häufig gemeinsam in einem Team auf, so die Autoren: Einer reißt zum Beispiel voller Eifer alle Arbeit an sich und für die anderen bleiben dann weniger oder nur die langweiligen Aufgaben übrig.

    Achten Sie darauf, sich in Ihrem Job nicht über aber auch nicht unterfordern zu lassen. Wenn Sie sich im Job langweilen, sollten Sie Ihren Vorgesetzten um interessantere, verantwortungsvollere Aufgaben bitten. So sitzen Sie die Zeit im Büro nicht einfach nur ab sondern können mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, etwas geleistet zu haben.

  • Kann Stress auch vorteilhaft sein?

    Kann Stress auch vorteilhaft für den Menschen sein?

    Stress ist zunächst einmal eine sinnvolle Reaktion des Körpers auf Umweltsituationen, die eine erhöhte Alarmbereitschaft sinnvoll erscheinen lassen. Der Körper reagiert auf Druck, Spannung oder Veränderung. Stress kann aber krank machen, wenn die Beanspruchungen übermäßig sind, wenn sich der Körper fast ständig in erhöhter Alarmbereitschaft befindet.

    Eine gewisse Dosis an Stress kann das Leben interessanter und weniger langweilig machen. Man nennt dies Eustress. Beim "guten Stress" kommt der Organismus nach einer Stressphase von begrenzter Dauer wieder zur Ruhe. Wenn diese Stress-Situation und -reaktion aber andauert, spricht man auch von "schlechtem Stress" oder Distress.

    Zu viel Stress kann schädlich sein und Krankheiten oder Unfälle verursachen. Es ist wichtig, Stresssymptome erkennen zu können und wenn nötig Schritte gegen schädlichen Stress (Distress) zu unternehmen. Häufigkeit, Vielfalt, Dauer sowie die persönliche Bewertung einer Situation entscheidet, was als Stress erlebt wird.

  • Positives Denken gegen Stress?

    Kann positives Denken bei Stress helfen?

    Ja. Eine positive Einstellung zum Leben hilft, mit Stresssituationen besser umzugehen. Außerdem kann durch positive Gefühle die durch Stress oft geschwächte Immunabwehr wieder gestärkt werden. Positiv denken sollte jedoch nicht heißen, sich alles "schönzureden". Positiv denken heißt vielmehr, sich zum einen der schönen Momente, Erfahrungen und Dinge im Leben zu erinnern, sich bewusst zu machen, dass man bislang bereits einige schwierige Situationen gemeistert hat. Aber auch, dass man sich daran erinnert, dass Freunde und Familie zur Seite stehen. Aus solchen Gedanken erwächst Zuversicht und Kraft für schwierigere Zeiten.

  • Was ist Autogenes Training?

    Was ist Autogenes Training eigentlich genau und wie funktioniert es?

    Beim Autogenen Training geht es darum, sich mithilfe von Selbstbeeinflussung (Autosuggestion) in einen Zustand der Entspannung zu versetzen. Die im Liegen oder entspannten Sitzen durchgeführten Übungen bestehen aus kurzen formelhaften Vorstellungen - z. B. "Meine Arme und Beine sind schwer" - , die sich der Übende konzentriert mehrere Male im Geiste vorsagt. Dabei versucht er, sich diese Vorstellungen möglichst intensiv vor sein "inneres" Auge zu führen. Die innere Vorstellung von schweren Armen und Beinen z. B. löst eine Entspannung der Muskeln aus. "Mein Herz schlägt ruhig" ist eine andere mögliche Vorstellung, die den Puls verlangsamen und den Übenden zur Ruhe kommen lassen soll. Mit zunehmendem Training verstärkt sich die Wirkung der Übungen, so dass schon in kurzer Zeit eine tiefe Entspannung zu erreichen ist.

  • Wie kann man einem Burnout vorbeugen?

    Welche Präventionsmaßnahmen zur Vorbeugung eines Burnout-Syndroms gibt es?

    Im Betrieb trägt der Arbeitgeber die "Fürsorgepflicht" gegenüber seinen Mitarbeitern. Diese beinhaltet auch die Pflicht Mobbing im Unternehmen vorzubeugen und ggf. bereits vorhandenes Mobbing im Unternehmen schnell zu stoppen. Dabei kann der Arbeitgeber unter anderem auf folgende Maßnahmen zurück greifen:


    • Fortbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter
    • Schulungen für soziale Kompetenz und kommunikative Strukturen im Team
    • Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsklimas
    • Hilfeangebote für gemobbte Angestellte
    • Personalrat und Betriebsvereinbarungen gegen Mobbing
    • Beratungsangebote bei psychischen Problemen
    • Rasche Versetzung oder Kündigung des Täters
    • Offene Aussprachen
    • Analysieren der Situation
    • Schulungen für Führungskräfte zur Konfliktlösung
    (Quelle: www.mobbing-web.de)


    Damit Beschäftigte Mobbing eigenständig vorbeugen können, ist der richtige Umgang mit Konflikten wichtig. Informationen hierzu erhalten Sie in Konfliktlösungsseminaren oder passender Literatur ("Emotionen am Arbeitsplatz: Teamkonflikte erkennen und lösen" von Franz Will). Ebenso bedeutend ist die Integration in das Team. Außenstehende sind "anfälliger" für Mobbing. Zeigen Sie Engagement und Interesse bei der Teamarbeit und an der Arbeit Ihrer Kollegen.

    Sollte es im Job mal wieder stressig sein, achten Sie darauf, dass Sie den Ärger nicht unwillkürlich an Ihren Kollegen oder zu Hause raus lassen. Regelmäßige Entspannungsübungen können helfen Stress schneller abzubauen und in stressigen Situationen besser reagieren zu können. Passende Kurse finden Sie in unserer Kursdatenbank.

    Sollten Sie bereits gemobbt werden, erhalten Sie in unserem Topartikel "Für gutes Klima sorgen" nähere Informationen im Umgang mit Mobbing.

  • Was ist ein Burnout?

    Was versteht man unter dem Burn Out-Syndrom?

    Der Begriff Burnout ("Ausgebranntsein") bezeichnet eine berufsbezogene psychische, körperliche und soziale Erschöpfung, die über einen längeren Zeitraum andauert. Die Betroffenen fühlen sich meist "leer", "ausgelaugt", von ihrer Arbeit überfordert (bei der sie zuvor oft sehr erfolgreich waren) und finden auch im Urlaub keine Erholung mehr. Zu den psychischen Symptomen gehören auch Erschöpfung, andauernde Müdigkeit, Schlafstörungen, depressive Verstimmung oder aggressive Haltung, Konzentrationsschwierigkeiten und Kontaktvermeidung bis hin zur Gleichgültigkeit gegenüber Menschen (auch gegenüber nahestehenden Personen wie Partner oder Familieangehörigen). Dazu können zahlreiche körperliche Beschwerden wie Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Probleme, sowie Muskelverspannungen auftreten. Besonders betroffen sind Menschen, die sich sehr mit dem Inhalt Ihrer Arbeit identifizieren und in ihrer Arbeit aufgehen. Der Verlauf der Erkrankung kann sich dabei über viele Jahre hinziehen. Wird ein Burnout rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die Heilungschancen sehr gut.

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